Früher brauchtest du nur da sein, und es ging mir gut.
Allein deine Anwesenheit, dein Körper,
deine Stimme konnten in mir das warme Gefühl von Glück auslösen,
welches alles andere verblassen lies,
was sich wie Nebel über alles andere gelegt hat.
Wir lagen einfach nur auf dem Bett,
du auf dem Rücken und ich auf der Seite,
eine Hand um dich geschlungen, dich festhaltend.
Ich habe gespürt, wie sich dein Körper im Takt deines Atems bewegt hat,
wie deine Hand sanft über meinen Rücken streifte,
habe den Frieden gespürt,
der sich wie eine große Glocke aus Glas über uns legte.
Wenn wir so dalagen, konnte nichts an uns herankommen.
Wenn ich heute so daliege, ist da ein Loch neben mir, denn du bist nicht da.
Es fühlt sich falsch an, so dazuliegen, ohne dich.
Als ob ich am Bahnhof stehen und auf den Zug warten würde.
Doch der war schon längst da und hat dich mitgenommen.
Ich hab ihn verpasst.
Ich zwinge mich zu warten und weiß gleichzeitig nicht auf was,
denn alles, was ich jemals wollte, ist fort.
Manchmal habe ich das Gefühl, in einem Vakuum zu leben.
Ich stelle mir dann vor, dass du, als du gegangen bist,
die Zeit einfach mitgenommen hast.
Stattdessen lebe und lebe ich und drehe mich doch nur auf der Stelle.
Ich gehe zur Schule, schlafe, esse, doch die Zeit vergeht nicht,
die Bäume werden nicht grün, das Wetter verändert sich nicht,
die Welt ist stehen geblieben und ich tue so, als würde ich es nicht merken.
Mache einfach weiter,
obwohl inzwischen alles zu einem leerem, sinnlosen Nichtstun geworden ist.
Es stimmt nämlich nicht, dass das Leben immer weitergeht.
Manchmal muss es stehen bleiben,
damit man zur Ruhe kommen kann, durchatmen, nachdenken.
Ich weiß, dass es irgendwann wieder anfangen wird,
denn ich habe gelernt,
dass Loslassen eines der wenigen Dinge im Leben ist,
die einen auf die Dauer wirklich glücklich machen können.
Ich kann nichts festhalten, weder die Zeit, noch Momente oder Dinge,
und vor allem nicht dich. Dich nicht.
Du gehst, und ich sehe dir nach, du bist wie Wasser,
welches ich versuche, mit den Händen festzuhalten.
Es geht nicht, ich bin machtlos und irgendwann ist es weg.
Du bist überall, in jedem Moment, der nicht vergeht.(C) DON'T COPY!!
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