Sonntag, 7. März 2010

...

Ein Mädchen wacht Morgens in ihrem Bett auf,
mit durchgewuscheltem Haar, der Kleidung vom Tag davor und verlaufenem Make-Up.
Sie steht auf, ohne in den Spiegel zu sehn
oder sich etwas anderes anzuziehen.
Sie läuft durch die unaufgeräumte Wohnung an ihren Eltern vorbei,
ohne ein Wort zu sagen oder sie anzuschauen, zum Balkon.
Sie setzt sich draußen hin schaut auf die Straße runter,
wo viele Menschen vorbeilaufen, wie jeden Morgen
und macht die Augen einen Augenblick zu.
Sie spürt die warmen strahlen der Sonne auf ihrer Haut aufkommen.
Sie atmet tief ein, aber alles was sie riecht ist der Gestank der Abgase.
Als sie die Augen wieder aufmacht schaut sie in den strahlenden blauen Himmel
und sieht die grauen Wolken vorbeiziehen.
Es fängt an zu regnen und die Mutter kommt zu ihr herausgerannt:
"Komm wieder rein, es regnet."
Das Mädchen schaut ihr in die Augen und sagt:
"Das will ich aber nicht verpassen."
Die Mutter fragt verwirrt: "Was gibts da zu verpassen?"
Das Mädchen schließt noch einmal die Augen und atmet tief ein, bevor sie antwortet:
"Die Kleinigkeiten am Leben schätzen, die man hat und sich daran erfreuen,
einfach alles an sich vorbeiziehen lassen und sein Ding machen,
nicht daran zu denken, was man nicht hat, sondern dankbar und
glücklich sein mit dem was man hat, das ist das wahre Leben."
Die Mutter stellt sich mit einem Lächeln im Gesicht neben sie,
streichelt ihre Wange und sagt leise, aber stolz: "Das Einzige, was ich dir immer beibringen wollte war, dass es nur zählt GLÜCKLICH im Leben zu werden."

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